Kurz gesagt

Ein Headhunter kostet in der Regel 25 bis 33 Prozent des Bruttojahresgehalts der besetzten Position. Üblich ist das Retainer-Modell mit drei Raten über den Suchprozess; daneben gibt es rein erfolgsbasierte Honorare, die im Satz meist höher liegen. Bei einer 70.000-Euro-Stelle sind das grob 17.500 bis 23.000 Euro.

Die Honorarmodelle

Das Honorar eines Headhunters bemisst sich fast immer am Bruttojahresgehalt der zu besetzenden Stelle, üblich sind 25 bis 33 Prozent. Der Unterschied liegt weniger in der Höhe als im Zahlungsmodell. Beim Retainer wird das Honorar in drei Raten fällig, meist bei Auftragsstart, bei Vorlage der Kandidatenauswahl und bei Vertragsunterschrift, unabhängig vom sofortigen Erfolg. Das verpflichtet die Beratung zu echter Suchleistung und ist bei Fach- und Führungspositionen der Standard.

Das Gegenmodell ist das erfolgsbasierte Honorar (Contingency): Bezahlt wird nur, wenn tatsächlich eingestellt wird. Für den Auftraggeber klingt das risikoärmer, der Satz liegt dafür meist höher, und die Beratung arbeitet oft an mehreren Suchen parallel. Welches Modell besser passt, hängt von der Position und davon ab, wie exklusiv und gründlich gesucht werden soll.

Kosten überschlagen

Honorar-Rechner

Ungefähres Honorar21.000 €

Grobe Orientierung (Jahresgehalt × Satz). Das konkrete Honorar wird individuell vereinbart.

Wann sich das Honorar lohnt

Auf den ersten Blick wirken diese Beträge hoch. Ins Verhältnis gesetzt werden sollten sie aber zu den Kosten einer unbesetzten Schlüsselposition und zum Risiko einer Fehlbesetzung. Eine Vakanz im Management oder in einer kritischen Fachrolle kostet über Monate oft mehr, als das Honorar ausmacht. Ein Headhunter lohnt sich vor allem dann, wenn die Position über normale Anzeigen kaum zu besetzen ist, Diskretion gefragt ist oder gezielt Personen angesprochen werden sollen, die sich gar nicht bewerben.

Anbieter mit Bewertungen finden Sie im Verzeichnis der Personalberatungen und Headhunter. Wie sich Headhunter von der klassischen Vermittlung unterscheiden, erklärt der Ratgeber Headhunter vs. Personalvermittler.

Häufige Fragen

Was kostet ein Headhunter?
Üblich sind 25 bis 33 Prozent des Bruttojahresgehalts der besetzten Position. Bei einer 70.000-Euro-Stelle entspricht das grob 17.500 bis 23.000 Euro. Der genaue Betrag wird individuell vereinbart.
Was ist der Unterschied zwischen Retainer und Erfolgshonorar?
Beim Retainer wird das Honorar in drei Raten über den Suchprozess fällig, unabhängig vom Sofort-Erfolg. Beim Erfolgshonorar zahlt man nur bei Einstellung, der Satz liegt dafür meist höher.
Wann lohnt sich ein Headhunter?
Vor allem bei Positionen, die über normale Anzeigen kaum zu besetzen sind, bei denen Diskretion nötig ist oder gezielt passive Kandidaten angesprochen werden sollen. Das Honorar ist meist geringer als die Kosten einer lange unbesetzten Schlüsselstelle.